Mein Puschelputzi

Unser Leben mit einem kleinen Wirbelwind
 
 

Alltag kehrt ein

Nun ist Mika schon seit zwei Wochen bei uns, die erste Woche alleine mit Mama auf ihrer Weiterbildung verlief ohne Probleme und sie fügt sich immer mehr in ihre Rolle als Hundehalterin ein. Nur mit einer Sache hat sie noch große Probleme, denn so ein Hund bringt erstmal den ganzen inneren Zeitplan stark durcheinander, sodass sie nun dauergenervt ist und meint, alles alleine machen zu müssen bzw. alles falsch zu machen. Kein schöner Zustand gerade.
Dazu kommen mal wieder ihre Pläne auszuziehen, aber dennoch möchte sie meine Hilfe, wenn es denn dran ist, z.B. nach einer OP oder wenn der Hund gebadet werden muss oder irgendwas anderes mit dem Hund ist, dass sie nicht gestemmt bekommt. Nur mal ehrlich, wenn sie mitten in der Stadt, oder besser noch am anderen Ende wohnt, fahre ich bestimmt nicht ständig rein, um ihr zu helfen, zumal ich Cody dann wohl Zuhause lassen würde, weil's ohne ihn dann doch ein klein wenig schneller gehen würde. Da muss sie bis dahin schon einen Plan haben, wie sie das alles stemmt mit Mika, wenn der Winter kommt und er häufig dreckig sein wird, wobei es da bei seinem kurzen Fell ja auch Handtücher gibt. Auch den Einkauf müsste sie dann selbst tragen und so gemein es sich jetzt auch anhören mag, ich werde garantiert auch nicht jedesmal fragen, ob sie irgendwas braucht, wenn ich dann für mich und Cody einkaufen gehen muss. Es ist eben doch etwas anderes, wenn man noch zusammen lebt oder wenn sie in der Nähe wohnen würde, quasi auf dem Weg zum Einkaufen oder zurück nach Hause. Auch liebäugelt sie wieder mit einer Wohnung am äußersten Stadtrand am anderen Ende, wo nichtmal ein Bus regelmäßig hinfährt, doch konnte ich ihr das bisher immer erfolgreich ausreden, denn schließlich braucht sie eine gute Anbindung im Hinblick auf die Wegstrecke zur Arbeit oder zum Einkaufen. Dazu noch ihre Wünsche nach einer behindertengerechten Wohnung mit ebenerdiger Dusche und co., die man aber mittlerweile auch bei uns nicht mehr bezahlen kann. Ich habe ihr nun schon erklärt, dass sie doch in die Wanne so eine rutschfeste Matte legen kann, dann ist das Verletzungsrisiko für sie schonmal verringert und der Hund kann im Notfall vielleicht in die Wanne klettern oder ich muss im Notfall halt doch vorbeikommen. Und wenn sie eine Wohnung im Erdgeschoss nehmen würde oder maximal im ersten Stock, dann wäre auch der Einkauf und so kein Problem, weil das ist ja dann nicht weit. Obwohl ein Fahrstuhl gerade für die Zeit nach den OPs natürlich trotzdem besser wäre. Und noch ein Pluspunkt: Solche Wohnungen sind bezahlbar und gibt's auch bei uns in der Nähe, sodass ich öfter mal spontan helfen kommen könnte ohne extra zwei Stunden einplanen zu müssen.

Jedenfalls testet Mika aktuell immer noch wie sonst was, wobei man auch sagen muss, dass Mama gerade die Kommandos ziemlich durcheinander schmeißt. Sie meinte letztens, dass sie ja gar nichts richtig machen würde, was so nicht stimmt, aber auch sie muss sich konzentrieren, sonst wird ihr Hund es auch nicht tun.

Wir hatten vor wenigen Tagen übrigens unsere erste Begegnung mit Menschen, die uns aus einem Supermarkt und einer Drogerie wieder rausschmeißen wollten.
Die Verkäuferin bei EDEKA fragte ja noch nett nach, ob es denn erlaubt und abgesprochen sei. Ich kam gleich mit dem Lebensmittelhygienegesetz und Mama fügte an, dass es mit der Chefin abgesprochen war. Somit hatten wir dort unsere Ruhe, auch wenn ich den Verdacht habe, dass die Verkäuferin später nochmal ihre Kollegen fragte, ob das denn seine Richtigkeit hatte.
Die Dame an der Kasse von dm war dann schon nicht mehr so freundlich und verwies sogleich auf das Schild von draußen, auf dem Stand, dass Haustiere bzw. Hunde nicht erlaubt seien. Ihr kennt solche Schilder sicher. Ich kam also wieder mit dem Lebensmittelhygienegesetz und damit, dass Mika ein Assistenzhund, genauer gesagt ein Blindenführhund ist und er somit zu den Sonderfällen gehört und es ihm erlaubt sei. Die Frau hörte mir gar nicht erst richtig zu, verwies wieder auf das Schild und ich unterbrach sie dann einfach, mittlerweile etwas ungehalten, indem ich meinte, ich könnte ihr das Gesetz gerne zeigen, denn ich habe es zur Sicherheit auf meinem Handy gespeichert für genau solche Fälle. Dann kam der Moment, wo ich hätte reinschlagen können. Kennt ihr das, wenn euch Menschen so ganz... sarkastisch? zynisch? gehässig? lächelnd anschauen? Das war so ein Moment. Sie lächelte mit falsch aufgesetzter Freundlichkeit und meinte: "Ja, dann machen Sie das mal!"
Sie hatte allen ernstes gedacht, dass ich bluffe. Tja, falsch gedacht. Ich holte sogleich mein Handy heraus, sie klingelte unterdes und meinte, ihre Kollegin komme gleich. Die Kollegin war dann dummerweise auch noch Ausländerin und für sie tat es mir ein ganz klein wenig leid, dass ich sie jetzt mit Gesetzestexten zuballerte. Auch sie kam wieder mit dem Schild an der Tür, doch ich zeigte ihr noch drei weitere Ausführungen und den Ausweis von Mika und dann gab sie einfach nach, vermutlich weil sie die Hälfte eh nicht verstanden hatte. Die Dame an der Kasse später hielt es nicht für nötig sich vielleicht zu entschuldigen oder sowas, immerhin unterstellte sie mir zuvor ganz provokant, ich würde lügen und hatte mir auch nicht richtig zugehört, nur weil ich mit Zöpfen aussehe wie ein 16-jähriges Mädel. Die Leute ertragen es nur sehr schwer, wenn junge Leute recht haben, das erlebe ich leider immer wieder.

Später viel uns ein, dass Mama sich mit der Trainerin auch im dm vorgestellt hatte, denn sie hatte mir im Anschluss daran noch erzählt gehabt, dass die Chefin sie noch aus den Zeiten von Schlecker kenne und auch wüsste, dass ein Assistenzhund Sonderrechte genießt. Wäre uns das mal früher eingefallen... Auch ein Blick auf die Seite des DBSV (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband) verriet uns, dass sowohl EDEKA, als auch dm einen Blindenführhund anstandslos von oberster Hand genehmigen. Das speicherte ich mir natürlich auch gleich ab, für den Fall der Fälle.
Was ich nur absolut nicht verstehe, ist die Tatsache, dass die Mitarbeiter anscheinend nicht vernünftig informiert worden sind. Ist es echt so schwer einen Aushang zu machen oder eine kleine Teamrunde einzuberufen? Es sind nunmal nicht an einem Tag alle Mitarbeiter da, es gibt immer mal Aushilfen, einige sind krank oder im Urlaub, etc., da muss es doch was auf längere Sicht geben, dass sich die Mitarbeiter über Neuigkeiten informieren können und somit auf dem neuesten Stand sind. Aber anscheinend denken die Chefs heutzutage nicht so weit.
Auf der anderen Seite ärgert es mich total, wenn die Verkäuferinnen einfach meinen, sie hätten Hausrecht und uns plump von der Seite anmachen und nicht vernünftig zuhören. Wenn sie nett fragen, wie die Dame von EDEKA, dann ist es auch kein Problem nett zu antworten, aber wer meine Antworten mehrfach einfach überhört und auf ein dämliches Schild verweist, der ist bei mir an der falschen Adresse. Klar, vielleicht reagiere ich darauf auch einfach zu sensibel, weil ich dicht dran bin, die Situation kenne und nicht so einen Außenblick habe, doch war das für mich schon fast ein persönlicher Angriff bzw. ein Angriff auf die Integration meiner Mutter. Denn genau darum geht es und darum hat ein Blindenführhund und jeglicher andere Assistenzhund auch Sonderrechte, weil das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen und gleichzeitig zum Verbot der Diskriminierung dieser Menschen hier ausschlaggebend ist und mehr Gewicht hat, als das Gesetz zur Pflicht der Händler eine Kontamination der Lebensmittel durch Haustiere zu untersagen. Somit empfand ich das als riesengroße Frechheit von der Dame, die keinen blassen Schimmer zu haben schien, sich aber so gab, als gehöre ihr die Welt und als würde sie alles besser wissen.

Ansonsten läuft es zwischen Cody und Mika auch besser, die zwei haben sich nun akzeptiert, fangen an Zärtlichkeiten auszutauschen und spielen mittlerweile auch miteinander. Letztens musste Cody Mika nochmal zurecht weisen, weil dieser ihm wehgetan hatte, aber dann war die Sache auch schnell wieder gut und Cody wollte weiterspielen. Nur leider ist Mika nicht so der ausdauernde Spieler, laut der Trainerin, weil er ja eine Aufgabe hat und so weiter. Ich denke einfach, dass die Hunde in dem doch sehr kleinen Auslauf bei denen auf dem Hof gar nicht die Möglichkeit für ein längeres Spiel hatten, zumal die Trainerin in der Einarbeitung auch meinte, dass wir ihn wieder an die Leine nehmen sollen, wenn er meint hier wie ein Besessener durch die Gegend rennen zu müssen. Ja und? Soll er das doch tun, solange er auf Abruf zurückkommt, ist alles schick.

Ich frage mich mittlerweile auch immer mehr, was ich mit den beiden Hunden anfangen soll, sollte Mama ihn wirklich nicht mit in die Klinik nehmen. Mit Cody habe ich nun wieder mit dem Zugsport angefangen, das darf Mika aber nicht machen, weil im Falle einer Verletzung, z.B. wenn er sich dabei ein Bein brechen sollte, die Krankenkasse, die den Hund finanziert, die Tierarztkosten nicht zahlen würde. Wobei er sich das Bein auch beim Spielen mit einem Hund brechen könnte, also wo ist der Unterschied, es kommt ja nur auf die Begründung an. Auch wenn ich mit Cody mit dem Bällchen, der Frisbee, dem Futterbeutel und so weiter spielen möchte, muss ich dies ohne Mika tun, denn wenn Mika im Anschluss einem Kind mit Ball hinterher rennt oder Mama beim Anblick dieses Kindes mit Ball nicht vernünftig führen sollte und ihr dabei etwas passiert, dann würde die Krankenkasse ebenfalls keine Kosten übernehmen, da ich ja dann einen Jagdtrieb geweckt hätte, den der Hund angeblich vorher nicht gehabt hätte... wer's glaubt.
Das ist ungefähr so wie dieses "schwaches Interesse an Kindern" und "schwaches Interesse an Hunden" von seinem Bewertungsbogen, als er mit einem Jahr in die Ausbildung gegangen ist. Schwach ist dabei gar nichts. Zu Kindern wird schonmal hingezogen, ebenso wie zu Hunden. Nun kommt die Testphase hinzu, sodass er dann auch im Führgeschirr meint, sich ablenken lassen zu müssen und nicht vernünftig zu führen. Das muss Mama ja nun regeln, ich greife nur ein, wenn er wirklich argen Mist macht oder sie ihn nicht halten kann.

Heute hatten wir übrigens eine Begegnung mit einer Frau mit Hund, die urplötzlich vor uns um die Ecke gebogen ist. Cody war sofort auf 180, während Mika nur dastand und Interesse bekundete. Ich versuchte Cody zu beruhigen, stand allerdings mittig neben einer Hecke, sodass ich nichtmal umdrehen konnte. Mika versuchte ich nebenbei etwas mehr an die Seite zu nehmen, was mir Dank Codys Theater nur mäßig gelang. Als ich ihn dann doch hatte und Cody auch am Geschirr gegriffen bekam, stand ich da mit den beiden und wartete drauf, dass die Dame doch nun endlich weitergehen würde, aber nein, sie ging in aller Ruhe bis zur Ecke der Hecke rechts neben uns, starrte uns an - Cody fing schon wieder an Theater zu machen -, dann nahm sie wie in Zeitlupe ihren Hund auf den Arm und schlich an uns vorbei. Ich dachte nur wenig elegant: "Jetzt verpiss dich doch endlich!", damit ich mit den beiden endlich weitergehen konnte, aber die Dame brauchte anscheinend ewig, um die Kenndecke von Mika zu betrachten und sich zu wundern, warum er denn ein Blindenführhund ist (oder vielleicht auch, was das überhaupt ist). Wohlgemerkt hätte sie einfach Kehrt machen können, als Cody anfangs so los gezetert hatte, denn sie hatte allen Platz der Welt und drei weitere Wege zur Verfügung.

Letztens in Berlin ist es uns auch passiert, dass ein Mann einfach seine Hand ausgestreckt hatte und Mika über den Kopf gestreichelt hatte, obwohl dieser im Führgeschirr war. Zugegeben hat Mika eine tolle Größe, um einfach mal so die Hand auszustrecken und den Kopf zu tätscheln, trotzdem fragte ich mich auch da, wozu die Leute ihre Augen und ihr Gehirn haben, wenn sie beides doch nicht benutzen. Kann denn niemand mehr Rücksicht nehmen?
Auch das Busfahren ist jedes Mal eine Herausforderung. Mika benötigt durch das Geschirr etwas mehr Platz, da bietet sich so ein Vierersitz super an, aber man soll ja nicht glauben, dass die Leute etwa Platz machen, nein, die bleiben einfach sitzen. Da muss erst die Busfahrerin kommen und die Menschen wegschicken, damit Mama sich dorthin setzen kann. Gut, das eine Mal hätte ich das auch machen können, aber mal ehrlich, ich bin zwar die Begleitperson, doch ist das noch lange nicht mein Bus und ich habe in meinen Augen auch nicht einfach das Recht die Leute von ihren Plätzen zu scheuchen. Dann muss Mika halt mal für zwei Stationen im Gang liegen, solange die Menschen noch durchkommen, wenn sie seitwärts vorbeigehen, ist doch alles gut.
Wobei es auch ein positives Erlebnis gab, denn wenn die Autofahrer nun Mikas Freizeit-Kenndecke sehen und "Blindenführhund" darauf lesen, dann halten sie schonmal gerne an und lassen uns rüber, auch wenn es sich nicht um einen Zebrastreifen, sondern nur um so eine Insel handelt. Immerhin eine kleine Verbesserung, die aber sicher auch nicht ewig anhalten wird.

Ich hatte irgendwie gedacht, dass Mika uns mehr Sicherheit bringt, was er einerseits schon tut, andererseits mache ich mir nun wieder andere Sorgen. Kann Mama so schnell schalten, wenn sie jemand aus einem Geschäft schmeißen will? Kann sie Mika zur Vernunft bringen, wenn er sich ablenken lässt oder in der Freizeit an der Leine Sachen aufnimmt? Was, wenn sie nun angefeindet wird? Was, wenn andere Hunde auf die beiden zugestürmt kommen, obwohl Mika arbeitet? Sie kann ihn aktuell nicht halten. Dadurch dass sie wegen den OPs noch keinen Sport machen darf, hat sie auch entsprechend wenig Muskeln.
Macht Mika unser Leben nun einfacher? Auf der einen Seite ganz klar ja. Auf der anderen Seite müssen wir abwarten, wie sich das weiter entwickelt. Ein paar Sorgen werden wohl immer bleiben, da kann man nichts machen. Ich bin trotzdem froh, dass Mika nun bei uns ist und finde es auch jetzt schon irgendwie sicherer für Mama, wenn die beiden zusammen unterwegs sind.

Da fällt mir doch glatt noch ein: Während Mamas Gesapnnprüfung war eine Ampel falsch geschalten. Da fuhren die Autos der Körpernahen Seite gerade an, was bedeutet, dass auch die Fußgänger auf dieser Seite Grün haben und dann war die Ampel aber schon wieder Rot! Ich rief sogleich, dass sie anhalten soll, weil die Ampel falsch war. Beim nächsten Durchgang lief dann alles wieder normal. Kann man das fassen? Ihr Leben hängt davon ab, dass die Ampeln richtig geschalten sind, wenn schon kein akustisches Signal ertönt oder es keine Vibrationsplatte auf dem Druckknopf gibt, wenn denn überhaupt einer vorhanden ist. Wir waren alle total geschockt und nun ist Mama am Überlegen, ob sie den Vorfall nicht beim Verkehrsamt meldet, schließlich darf das nicht nochmal passieren. Gerade an solch einer größeren, vier-Wege-Kreuzung verlässt sich auch Mika auf ihr Urteilsvermögen und sie wiederum verlässt sich darauf, dass die Ampeln richtig funktionieren, sie kann schließlich nur hören, ob sie gehen darf oder nicht.

12.6.17 00:12

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (12.6.17 11:31)
"Kann Mama so schnell schalten, wenn sie jemand aus einem Geschäft scheißen will?"
Da musste ich gerade herzlich lachen, auch wenn es den Kern der Sache ja eigentlich sehr gut trifft, denn es ist einfach Scheiße, wie manche Leute sich benehmen, wobei man den Verkäuferinnen vielleicht zugute halten muss, dass so etwas vermutlich nur selten vorkommt, denn ich jedenfalls sehe kaum mal einen Blindenhund.
Warum will deine Mama denn eigentlich so gern ausziehen?
Ich hätte gedacht, dass sie sich eher freut, dass du noch bei ihr bist und ihr doch so einiges abnimmst.


mein-puschelputzi (12.6.17 14:51)
Sicher sehen die Verkäuferinnen so etwas nicht oft, doch kann man doch wenigstens nett fragen, oder ist da zu viel verlangt? Mich hat ja auch nur die Dame von dm so aufgeregt; die von EDEKA hatte sich immerhin freundlich erkundigt.
Na ja, sie sieht die Sache etwas anders, meint, ich würde nichts machen, vor allem, wenn sie nicht da ist und es sei zu eng hier. Gut, nun habe ich in ihrer Woche Weiterbildung nicht das Wohnzimmer gesaugt oder Staubt gewischt und so. Nicht, dass ich nicht daran gedacht hatte es zutun, nur hatte ich beim Anblick des Staubsaugers jedes Mal keine Lust. Ihr geht es, seit Mika da ist, um nichts anderes mehr als putzen, putzen, putzen und wenn ich das täglich jedes Mal vorgehalten bekomme, da bin ich froh, wenn ich einfach mal eine Woche Ruhe davor habe und nicht daran denken muss, so blöd es klingt. Außerdem besteht das Leben nicht nur aus putzen...
Zu eng finde ich es auch nicht, aber da sie momentan eh alles nervt... Soll sie doch machen, was sie will, aber es ist dann echt so, dass ich ganz bestimmt nicht wegen jedem Pups und Kacks bei ihr vorbeischneien werde, nur weil sie meint, es nicht hinzubekommen. Mika hat z.B. gerade eine kleine offene Stelle am Rutenansatz, sie sollte Creme darauf machen und meinte, dass Mika bei ihr ja nicht still halte und ich das deshalb machen möge. Hab ich nun auch getan, aber genau um solche Kleinigkeiten geht es, die man noch gut bewerkstelligen kann, wenn man dicht beieinander wohnt, aber eben nicht mehr, wenn sie in der Stadtmitte wohnt, das wären dann nämlich z.B. 15-30 min. Fahrt für 30 s Salbe aufschmieren. Wenn's ein Notfall ist oder was Schwieriges, dann keine Frage komme ich auch weiterhin vorbei, dafür hat man ja Familie.


"Rex-Mama" (12.6.17 21:37)
Das würde mir auch aufn Geist gehen, wenn das Putzen so im Mittelpunkt steht.
Schwierige Situation und ich denke, sie muss sich im Klaren darüber sein, dass sie dann mit vielem alleine dastehen wird, denn du kannst ja beim besten Willen nicht für jede Kleinigkeit losfahren.

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