Mein Puschelputzi

Unser Leben mit einem kleinen Wirbelwind
 
 

Neuigkeiten

Seit dem letzten Eintrag waren wir ein zweites Mal bei der Hundepyhsiotherapie. Dort haben wir ein TENS-Gerät gekauft, damit wir dieses Verfahren auch Zuhause anwenden können. Die Physiotherapeutin war mit Codys Fortschritten sehr zufrieden. Er hatte nach dem ersten Besuch auch Tabletten für drei Wochen bekommen und die haben zusammen mit den kleinen Übungen einiges bewirkt, er war schon um einiges lockerer geworden.
Der strikte Leinenzwang machte auch weniger Probleme als gedacht. Ich hatte ja Sorge, dass Cody unausgeglichen sein und zu jedem Hund hinwollen würde, doch diese Sorge erwies sich als unbegründet. Im Gegenteil, er genoss es sogar ein wenig nun zwangsweise langsam durch die Gegend zu schlendern und hier und da zu schnüffeln. Auch fremde Hunde waren erstaunlicherweise kein Problem. Okay, wenn er sie kannte oder die Spielaufforderung des fremden Hundes nicht zu übersehen war, dann war es schon etwas schwierig und ich musste ihn festhalten bzw. schnell weitergehen, aber im Großen und Ganzen kam er ohne Spielen aus. Das überraschte mich schon sehr, ist er doch sonst für jeden Spaß zu haben und nicht zu halten.

Ich hingegen hatte ziemlichen Stress. Die Prüfungen rückten immer näher, ich war zwischendrin noch krank und geriet mit meinem Zeitplan des Lernens komplett in Verzug. Ich hatte definitiv zu spät angefangen und war schlichtweg mega unmotiviert. Ich konzentrierte mich viel lieber auf die Physioübungen mit Puschelhund, die nach meiner einen Krankheitswoche auch aus dem Takt gerieten. Ich wusste irgendwie nicht, wo ich zuerst anfangen sollte.
Eine Woche vor meinen Prüfungen bekam ich dann von der Tierklinik einen Anruf, dass mein Termin vorgelegt werden musste, weil der Arzt an dem betroffenen Tag nicht da war. Tja, wohin nun mit dem Termin? Einen Tag früher auf den Donnerstag? Ging nicht, da schrieb ich eine Klausur. Blieb also nur der Samstag eine Woche früher, sprich in der Woche, in der ich den Anruf bekam. Erneut eine Sache, die meine Organisation ziemlich durcheinander brachte.

Als ich am Freitagabend noch einmal unsere Fahrtroute überprüfte, stellte ich fest, dass der Bus am Samstag ja erst um 9 Uhr anfing zu fahren. Da wir aber schon um 6.30 Uhr am Bahnhof sein mussten, blieb nur ein Taxi. Glücklicherweise fahren wir nicht jeden Tag Taxi, sodass die 10 Euro nun auch noch drin waren, auch wenn diese Ausgabe höchst unschön war. Ja, klar, es sind nur 10 Euro, aber wir können jeden Cent gebrauchen, muss doch mein Studium finanziert werden und auch Mamas Operationen - übrigens steht die nächste am 20. Februar an und eine neue Hornhaut benötigt sie auch, da die andere eingetrübt ist. Das passiert natürlich bei Organspenden, vllt wäre es bei einer Designerhornhaut „von der Stange“, also im Labor gezüchtet, nicht passiert, aber ändern kann man es nun auch nicht mehr.
Der Weg zur Tierklinik und zurück war derselbe, wie schon beim letzten Mal. In den Zug rein, in Berlin einmal umsteigen, dann vom Bahnhof in einen Bus bis zur Tierklinik. Zurück ging es über Hamburg und Berlin nach Hause. In der Tierklinik war recht wenig los, als wir ankamen. Nach und nach füllte sich der Warteraum zwar, aber es war immer noch kein Verglich zu den Tagen unter der Woche.
Cody verhielt sich diesmal wesentlich entspannter, was wohl daran lag, dass ich auch wesentlich entspannter war, schließlich war es nur eine Kontrolle und dass die Diagnose richtig war, merkten wir ja daran, dass es Cody zusehends besser ging. Auch dem Tierarzt sollten wir unsere Beobachtungen schildern: Cody zog das Geschirr wieder gerne an, er streckte sich öfter hinten, er ließ sich wieder problemlos anfassen - vorher reagierte er hin und wieder im Rückenbereich Richtung Hüfte sensibel, war wohl der Iliopsoas, der auf die Berührung ansprang -, er wurde insgesamt lockerer, lief von sich aus langsamer und auch beim Markieren stand er wieder richtig gerade und hob das Bein schön hoch. Letzteres klingt wohl so, als wolle er einfach nur besonders hoch markieren, aber im Vergleich zu vorher, also vor der Physio, stand er wirklich um einiges eingeklemmter, verkrümmt, quasi ein halber Katzenbuckel gepaart mit einem Bein auf halber Höhe, sodass er regelmäßig das Fell seiner Vorderbeine mit erwischte. Was einem alles auffällt, wenn sich etwas verändert… Schon erschreckend, wie man manche Dinge kaum noch bemerkt, wenn sich die Dinge einschleichen.

Der Tierarzt wollte Cody laufen sehen, was dieser erstmal nicht so mitmachen wollte. Wir gingen dann in einem Hinterzimmer auf und ab, der Tierarzt tastete ihn anschließend ab und machte sofort ein zufriedenes Gesicht. Es war besser. Noch nicht wieder richtig gut, aber besser. Ich durfte auch noch einmal fühlen, während mir der Tierarzt erklärte, dass Cody wohl noch mindestens zwei Monate Physiotherapie benötigte und die Physiotherapeutin auf jeden Fall einen guten Job machte.
Beim letzten Mal empfahl uns der Tierarzt ja ein Geschirr, was mehr dem „Modell Sport-BH“ ähnelt. Wir hatten uns in der Zwischenzeit ein solches Geschirr besorgt, doch weiß ich Codys Fell immer nie genau, ob das Geschirr passt. So ließen wir dies auch gleich mit abchecken, mit dem Ergebnis, dass Cody nun Besitzer eines neuen hellblauen Geschirrs ist und ihm dies wohl tatsächlich mehr entgegenkommt, gerade wenn er zieht.
Auch die empfohlene Rationsüberprüfung ergab einige Neuigkeiten, die wir dem Arzt auch gleich mitteilten. Ich füttere Cody prinzipiell nicht falsch, doch fehlen ihm Vitamine und Spurenelemente. Diese muss ich nun hinzufügen, das Fleisch etwas reduzieren und stattdessen mehr Obst und Gemüse, sowie Reis bzw. Reisflocken als Ballaststoffe hinzufügen, damit er sein Gewicht hält. Die Idee Leber zu füttern für die Vitamine war prinzipiell auch nicht schlecht, doch eignet sich Hähnchenleber leider nicht dafür und an Wildleber komme ich leider nicht heran. Jetzt musste ich nochmal einiges investieren, ich werde mal schauen, wie lange die einzelnen Sachen halten und dann muss ich mir überlegen, ob ich das irgendwie noch mit finanzieren kann. Zum Glück hatte ich für Cody ja einiges gespart.
Ein erneuter Besuch in der Tierklinik ist nicht notwendig und ein MRT haben wir ihm auch erspart, da die Physiotherapie vollkommen angeschlagen hat. So konnte ich meine Prüfungen ganz in Ruhe angehen. Übrigens ist das deutsche Wort für Codys Symptomatik: Leistenzerrung.

Mittlerweile sind die Prüfungen rum, ich habe nun eine Woche frei, bevor es in mein Praktikum geht, muss noch zwei Hausarbeiten schreiben und wollte eigentlich noch einmal vor meinem Praktikum zur Physiotherapie mit Cody. Er darf nun wieder langsam belastet werden, auch erste Spiel- und Freilauf-Runden sind inbegriffen und die Physiotherapeutin meinte schon beim letzen Mal, dass wir etwas für seine Rücken- und Bauchmuskulatur tun sollten, da diese eine Stützfunktion einnehmen, ähnlich wie beim Menschen. Daher wollte ich mir dort Anleitungen für neue Übungen holen, die ich dann während meines Praktikums bzw. auch danach anwenden kann, denn im Praktikum selbst werde ich wenig Zeit für diese Übungen haben und Mama kann sie leider nicht machen.
Irgendwie finde ich es schon schade, dass ich meine Semesterferien nun für das Praktikum opfern muss, denn eine kleine Pause würde mir wirklich guttun nach der ganzen Aufregung mit Puschel und Mama, die zwischendrin wieder „Augenschnupfen“, also eine Bindehautentzündung hatte, wobei auch festgestellt wurde, dass die Hornhaut eingetrübt ist. Auch die Hausarbeiten stressen doch irgendwie, denn so ganz leicht sind sie nicht. Na ja, es wird sich schon alles irgendwie einpendeln. Cody hatte in den sechs Wochen Leinenzwang ein paar neue Tricks gelernt, so konnte ich ihn wenigstens ein bisschen auslasten, auch wenn er durchaus gerne wieder richtig rennen würde, aber damit müssen wir noch ein wenig warten, sonst machen wir unsere Fortschritte mit der Physio wieder zunichte.

15.2.17 21:21, kommentieren

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Seit dem letzten Eintrag waren wir ein zweites Mal bei der Hundepyhsiotherapie. Dort haben wir ein TENS-Gerät gekauft, damit wir dieses Verfahren auch Zuhause anwenden können. Die Physiotherapeutin war mit Codys Fortschritten sehr zufrieden. Er hatte nach dem ersten Besuch auch Tabletten für drei Wochen bekommen und die haben zusammen mit den kleinen Übungen einiges bewirkt, er war schon um einiges lockerer geworden.
Der strikte Leinenzwang machte auch weniger Probleme als gedacht. Ich hatte ja Sorge, dass Cody unausgeglichen sein und zu jedem Hund hinwollen würde, doch diese Sorge erwies sich als unbegründet. Im Gegenteil, er genoss es sogar ein wenig nun zwangsweise langsam durch die Gegend zu schlendern und hier und da zu schnüffeln. Auch fremde Hunde waren erstaunlicherweise kein Problem. Okay, wenn er sie kannte oder die Spielaufforderung des fremden Hundes nicht zu übersehen war, dann war es schon etwas schwierig und ich musste ihn festhalten bzw. schnell weitergehen, aber im Großen und Ganzen kam er ohne Spielen aus. Das überraschte mich schon sehr, ist er doch sonst für jeden Spaß zu haben und nicht zu halten.

Ich hingegen hatte ziemlichen Stress. Die Prüfungen rückten immer näher, ich war zwischendrin noch krank und geriet mit meinem Zeitplan des Lernens komplett in Verzug. Ich hatte definitiv zu spät angefangen und war schlichtweg mega unmotiviert. Ich konzentrierte mich viel lieber auf die Physioübungen mit Puschelhund, die nach meiner einen Krankheitswoche auch aus dem Takt gerieten. Ich wusste irgendwie nicht, wo ich zuerst anfangen sollte.
Eine Woche vor meinen Prüfungen bekam ich dann von der Tierklinik einen Anruf, dass mein Termin vorgelegt werden musste, weil der Arzt an dem betroffenen Tag nicht da war. Tja, wohin nun mit dem Termin? Einen Tag früher auf den Donnerstag? Ging nicht, da schrieb ich eine Klausur. Blieb also nur der Samstag eine Woche früher, sprich in der Woche, in der ich den Anruf bekam. Erneut eine Sache, die meine Organisation ziemlich durcheinander brachte.

Als ich am Freitagabend noch einmal unsere Fahrtroute überprüfte, stellte ich fest, dass der Bus am Samstag ja erst um 9 Uhr anfing zu fahren. Da wir aber schon um 6.30 Uhr am Bahnhof sein mussten, blieb nur ein Taxi. Glücklicherweise fahren wir nicht jeden Tag Taxi, sodass die 10 Euro nun auch noch drin waren, auch wenn diese Ausgabe höchst unschön war. Ja, klar, es sind nur 10 Euro, aber wir können jeden Cent gebrauchen, muss doch mein Studium finanziert werden und auch Mamas Operationen - übrigens steht die nächste am 20. Februar an und eine neue Hornhaut benötigt sie auch, da die andere eingetrübt ist. Das passiert natürlich bei Organspenden, vllt wäre es bei einer Designerhornhaut „von der Stange“, also im Labor gezüchtet, nicht passiert, aber ändern kann man es nun auch nicht mehr.
Der Weg zur Tierklinik und zurück war derselbe, wie schon beim letzten Mal. In den Zug rein, in Berlin einmal umsteigen, dann vom Bahnhof in einen Bus bis zur Tierklinik. Zurück ging es über Hamburg und Berlin nach Hause. In der Tierklinik war recht wenig los, als wir ankamen. Nach und nach füllte sich der Warteraum zwar, aber es war immer noch kein Verglich zu den Tagen unter der Woche.
Cody verhielt sich diesmal wesentlich entspannter, was wohl daran lag, dass ich auch wesentlich entspannter war, schließlich war es nur eine Kontrolle und dass die Diagnose richtig war, merkten wir ja daran, dass es Cody zusehends besser ging. Auch dem Tierarzt sollten wir unsere Beobachtungen schildern: Cody zog das Geschirr wieder gerne an, er streckte sich öfter hinten, er ließ sich wieder problemlos anfassen - vorher reagierte er hin und wieder im Rückenbereich Richtung Hüfte sensibel, war wohl der Iliopsoas, der auf die Berührung ansprang -, er wurde insgesamt lockerer, lief von sich aus langsamer und auch beim Markieren stand er wieder richtig gerade und hob das Bein schön hoch. Letzteres klingt wohl so, als wolle er einfach nur besonders hoch markieren, aber im Vergleich zu vorher, also vor der Physio, stand er wirklich um einiges eingeklemmter, verkrümmt, quasi ein halber Katzenbuckel gepaart mit einem Bein auf halber Höhe, sodass er regelmäßig das Fell seiner Vorderbeine mit erwischte. Was einem alles auffällt, wenn sich etwas verändert… Schon erschreckend, wie man manche Dinge kaum noch bemerkt, wenn sich die Dinge einschleichen.

Der Tierarzt wollte Cody laufen sehen, was dieser erstmal nicht so mitmachen wollte. Wir gingen dann in einem Hinterzimmer auf und ab, der Tierarzt tastete ihn anschließend ab und machte sofort ein zufriedenes Gesicht. Es war besser. Noch nicht wieder richtig gut, aber besser. Ich durfte auch noch einmal fühlen, während mir der Tierarzt erklärte, dass Cody wohl noch mindestens zwei Monate Physiotherapie benötigte und die Physiotherapeutin auf jeden Fall einen guten Job machte.
Beim letzten Mal empfahl uns der Tierarzt ja ein Geschirr, was mehr dem „Modell Sport-BH“ ähnelt. Wir hatten uns in der Zwischenzeit ein solches Geschirr besorgt, doch weiß ich Codys Fell immer nie genau, ob das Geschirr passt. So ließen wir dies auch gleich mit abchecken, mit dem Ergebnis, dass Cody nun Besitzer eines neuen hellblauen Geschirrs ist und ihm dies wohl tatsächlich mehr entgegenkommt, gerade wenn er zieht.
Auch die empfohlene Rationsüberprüfung ergab einige Neuigkeiten, die wir dem Arzt auch gleich mitteilten. Ich füttere Cody prinzipiell nicht falsch, doch fehlen ihm Vitamine und Spurenelemente. Diese muss ich nun hinzufügen, das Fleisch etwas reduzieren und stattdessen mehr Obst und Gemüse, sowie Reis bzw. Reisflocken als Ballaststoffe hinzufügen, damit er sein Gewicht hält. Die Idee Leber zu füttern für die Vitamine war prinzipiell auch nicht schlecht, doch eignet sich Hähnchenleber leider nicht dafür und an Wildleber komme ich leider nicht heran. Jetzt musste ich nochmal einiges investieren, ich werde mal schauen, wie lange die einzelnen Sachen halten und dann muss ich mir überlegen, ob ich das irgendwie noch mit finanzieren kann. Zum Glück hatte ich für Cody ja einiges gespart.
Ein erneuter Besuch in der Tierklinik ist nicht notwendig und ein MRT haben wir ihm auch erspart, da die Physiotherapie vollkommen angeschlagen hat. So konnte ich meine Prüfungen ganz in Ruhe angehen. Übrigens ist das deutsche Wort für Codys Symptomatik: Leistenzerrung.

Mittlerweile sind die Prüfungen rum, ich habe nun eine Woche frei, bevor es in mein Praktikum geht, muss noch zwei Hausarbeiten schreiben und wollte eigentlich noch einmal vor meinem Praktikum zur Physiotherapie mit Cody. Er darf nun wieder langsam belastet werden, auch erste Spiel- und Freilauf-Runden sind inbegriffen und die Physiotherapeutin meinte schon beim letzen Mal, dass wir etwas für seine Rücken- und Bauchmuskulatur tun sollten, da diese eine Stützfunktion einnehmen, ähnlich wie beim Menschen. Daher wollte ich mir dort Anleitungen für neue Übungen holen, die ich dann während meines Praktikums bzw. auch danach anwenden kann, denn im Praktikum selbst werde ich wenig Zeit für diese Übungen haben und Mama kann sie leider nicht machen.
Irgendwie finde ich es schon schade, dass ich meine Semesterferien nun für das Praktikum opfern muss, denn eine kleine Pause würde mir wirklich guttun nach der ganzen Aufregung mit Puschel und Mama, die zwischendrin wieder „Augenschnupfen“, also eine Bindehautentzündung hatte, wobei auch festgestellt wurde, dass die Hornhaut eingetrübt ist. Auch die Hausarbeiten stressen doch irgendwie, denn so ganz leicht sind sie nicht. Na ja, es wird sich schon alles irgendwie einpendeln. Cody hatte in den sechs Wochen Leinenzwang ein paar neue Tricks gelernt, so konnte ich ihn wenigstens ein bisschen auslasten, auch wenn er durchaus gerne wieder richtig rennen würde, aber damit müssen wir noch ein wenig warten, sonst machen wir unsere Fortschritte mit der Physio wieder zunichte.

15.2.17 21:20, kommentieren